Das 5. Kirchweih-Kriterium

ALTDORF – Erst setzte sich die Sonne durch, dann die Favoriten: Bei ausgezeichneten Bedingungen bot das 5. Kirchweihkriterium, das der VfR Herpersdorf in der Wallensteinstadt ausrichtete, ausgesprochen flotte Runden. Das Hauptrennen gewann der Straßenspezialist David Hesselbarth (Team Heizomat), der im Trikot des Gunzenhäuser Feuerungsanlagen-Herstellers der Konkurrenz ordentlich Zunder gab und schon vor der Zielüberquerung ein so gut wie uneinholbares Punktekonto aufgebaut hatte.

Im Rennen der Männer A/B hatte sich Hesselbarth zusammen mit Grischa Janorschke, Martin Boubal und Thomas Lechermann mit gnadenlosem Tempo bald vom Feld abgesetzt. Während Lechermann das Tempo nicht halten konnte, wurde Grischa Janorschke durch einen Reifenplatzer aus dem Rhythmus gebracht, hielt sich aber nach seinem Wiedereinstieg bis zum Ende (Platz 3) im Spitzentrio.

Das baute seinen Vorsprung von über einer halben Runde sogar noch aus, obwohl ein Quartett des Veranstalters VfR Herpersdorf den Ehrgeiz entwickelte, die führenden Drei wieder einzufangen. Bei der vergeblichen Aufholjagd sammelte Christopher Schunk aber immerhin 9 Punkte, mit denen er auf dem vierten Platz landete. In seinem Windschatten schob sich Sebastian Körber vom RC Wendelstein mit zwei Punkten auf den 6. Platz.

Ein tolles Finish legte Michael Walter vom Radl-Express Feucht hin, für den das Rennen „70 Runden um den Block“ bedeuteten: Er wohnt keine hundert Meter von der Startlinie entfernt. Walter hielt sich anfänglich in Lauerposition in der Verfolgergruppe. An die Punkteränge kam er nicht ran, so ließ er sich fast ans Ende zurückfallen und drehte in den letzten beiden Runden dermaßen auf, dass er noch über 30 Plätze gut machte. Ein beeindruckender Auftritt als Vorbereitung zur Cross-Saison.

Tempo gebolzt wurde auch bei den Männern C, die sogar schneller waren als die Eliteklasse, obwohl sie sieben Runden vor Schluss eine Verschnaufpause einlegten. Hier leistete Dieter Terfrüchte von Union Nürnberg viel Führungsarbeit, die Wertungspunkte holten aber oft die anderen, so dass er sich mit dem 5. Rang zufrieden geben musste. Das Rennen gewann sein Stallkollege Lasse Ibert, mit knappem Abstand gefolgt vom Passauer Spechter und dem Eggenfeldener Rettner.

Wie schnell die Männer C unterwegs waren, zeigt die Tatsache, dass mehr als de Hälfte des Feldes aus dem Rennen genommen wurde oder freiwillig ausschied. Zu den letzteren zählte auch Stefan Titschkau vom Radl-Express, der nach der Hälfte ausstieg, nachdem er einige Runde eine Verfolgergruppe gezogen hatte.

Das Duell bei dem U19 zwischen der „Frankenauswahl“ und dem Bayern-Team (Auto Eder) ging ganz klar an die Einheimischen. Nick Möller, Sebastian Weber und Andreas Hartmann hätten einen Dreifachsieg gelandet, wenn sich da nicht noch Johannes Sämann von der RSG Ansbach auf den dritten Platz dazwischen geschoben hätte. Wie scharf die Konkurrenz zwischen beiden Teams ist, zeigt die Tatsache, dass sieben führende Fahrer zu den Überrundeten aufschlossen und diese damit die Gelegenheit gaben, um die Punkte mitzusprinten. Das taten diese so gut, dass zum Beispiel Julian Schneider (Franken) mit elf Zählern genau so viele sammelte wie sein siegreicher Team-Kollege Nick Möller.

Solchen Zahlenspielen baute Manuel Porzner mit einem unwiderstehlichen Start-Ziel-Sieg bei den Schülern U15 vor. Der Ansbacher überrundete das gesamte Feld, zog auch dann das Rennen von der Spitze weg durch und sammelte damit natürlich die maximal erreichbaren 25 Punkte.
Überlegene Siege gab es auch bei den jüngeren Schüler durch den Oberammergauer Martin Meiler (U13) und den Augsburger Tim Wollenberg (U11).

Dank des schönen Wetters gab es etliche Nachmeldungen bei den Hobbyfahrern. Das hatte durchaus Folgen bei einem Sturz, als es auf der Zielgeraden in einer der ersten Runden recht eng zu ging. Der Crash scheint mit Schürfwunden und geplatzten Reifen glimpflich abgegangen zu sein. Nach einer Runde Leerlauf für den Sanka-Einsatz ging es weiter. Als erster ins Ziel kam der Reichenbacher Lukas Hauptmann. PAUL GÖTZ

Quelle: Der Bote, 16.08.2010

 



Deutsche Spitzenklasse beim Kirchweihkriterium

ALTDORF – Nicht nur die Radsportfans kommen alljährlich gerne nach Altdorf – auch alle bayerischen Spitzenfahrer schätzen das „MARIN-Bike-Kirchweih-Kriterium“ des VfR Herpersdorf, das am Samstag zum fünften Mal stattfindet. „So gut wie in diesem Jahr war die Besetzung noch nie. Vor allem das Hauptrennen der Männer-Eliteklasse wird ein echter Leckerbissen für die Zuschauer“, verspricht Christoph Schwerdt, der Sportleiter des VfR.

weiterlesen: http://n-land.de/der-bote/lok-detail/datum/2010/08/13/deutsche-spitzenklasse-beim-kirchweihkriterium.html

 



Schmankerl für Radsportfans

ALTDORF – Nach einer Zwangspause von zwei Jahren – bedingt durch den Umbau des Altdorfer Marktplatzes und Terminprobleme in Vorjahr – findet am Samstag zum fünften Mal das „Altdorfer-Kirchweih-Kriterium“ des VfR Herpersdorf  statt. Ab 14 Uhr wird den Fans rund fünf Stunden toller Radsport zum Nulltarif geboten.

weiterlesen: http://n-land.de/der-bote/lok-detail/datum/2010/08/10/schmankerl-fuer-radsportfans.html

 



Sturz bremste Schillinger aus

ALTDORF — Wachablösung beim 4. MARIN Kirchweihkriterium in Altdorf: Vorjahressieger Andreas Schillinger, der jetzt für das Team Sparkasse KT startet, hatte Pech: Drei Runden vor Ende des Hauptrennen stürzte er und verlor somit die Chance auf Wertungspunkte. Der Sieg ging deshalb erneut an seinen früheren Stall Milram, der Grischa Janorschke ganz oben aufs Treppchen brachte.

Als Höhepunkt des Tages schickte Bürgermeister Erich Odörfer die Männer KT, AB auf die wegen des anhaltenden Regens auf 70 Runden verkürzte Punktejagd. Zunächst ließen sich die Profis der Kontinental Teams Milram und Sparkasse und des Teams Mapei-Heizomat von dem gewitzten Sebastian Körber vom RC Wendelstein bei den Wertungssprints fast vorführen, da dieser als einziger bei allen Wertungen zu Beginn des Rennens vertreten war. Vorjahressieger Andreas Schillinger vom Team Sparkasse aus Köln versuchte gleichzeitig beharrlich, dem Feld zu entkommen, wurde jedoch immer wieder von Fahrern der Teams Mapei und Milram eingefangen. Diese hatten anscheinend aus ihrem Fehler vom Vorjahr gelernt, wo Schillinger mit einem Teamkollegen nach wenigen Runden entkam und souverän gewann.

Nach knapp zwei Dritteln gelang dem gebürtigen Amberger endlich die entscheidende Attacke, er setze sich in einer fünfköpfigen Spitzengruppe, u.a. mit Grischa Janorschke (Milram) und Martin Brand (Team Jenatec), ab.

Der Abstand zum Hauptfeld wuchs rasch auf 15 Sekunden an und hielt bis zum Schluss. Im Feld versuchte Sebastian Körber acht Runden vor Schluss verzweifelt, den Anschluss wieder herzustellen, da es für ihn um einen Platz auf dem Treppchen ging, er erhielt aber aus dem Hauptfeld kaum Unterstützung.
Drei Runden vor dem Ende sah Andreas Schillinger fast schon wie der sichere Sieger aus. Doch auch ihm rutschte in der Spitzkurve der Lederesmühle das Vorderrad weg und er stürzte. Zwar erhielt er vom Wettfahrtauschuss eine Rundenvergütung und konnte das Rennen wieder in der Spitzengruppe aufnehmen. Doch gemäß dem Reglement durfte er in der Schlusswertung nicht um die Wertungspunkte mitsprinten. So musste er sich mit dem dritten Platz begnügen. Sieger des Hauptrennens wurde deshalb der Altenkunstädter Grischa Janorschke vor Martin Brand.

  
Sieger des Rennens der Männer KT, AB Grischa Janorschke vom KT Milram

Trotz des schlechten Wetters stellten zu Beginn des Renntages sich knapp dreißig Hobbyfahrer der Herausforderung von 40 Runden auf dem anspruchsvollen Rundkurs am Rande der Altdorfer Kirchweih. Nach vier Sprintwertungen und 36 Kilometern siegte Michael Fuchs vom Team Rösslein vor Florian Imgrund (Team Blue Essentials) und Andy Jakesch von der RSG Vilstal. Die meisten Fans an der Strecke und die dementsprechende Unterstützung hatte jedoch Norbert Scharrer von La Corona aus Altdorf. Beste Frau wurde Silke Girlinger von Soli Dachau.

Von frühen Ausreißversuchen geprägt war die Konkurrenz der Männer C. Nach 15 Runden organisierte der Herpersdorfer Jan Puschmann mit weiteren vier Fahrern eine aussichtsreiche Fluchtgruppe, die jedoch nach einem Sturz in der Kurve zu Beginn der Lederesmühle gebremst und vom Hauptfeld eingeholt wurde. In den Wertungssprints lieferten sich der spätere Sieger Marek Ossowski vom RSV Schwarzenberg und Peter Krenn vom RSV Götting-Bruckmühl packende Zweikämpfe um die Punkte. So hatte der in der Gesamtwertung Drittplatzierte Jesko Vietensee vom U23-Bundesliga-Team des RSC Wiesbaden am Ende acht Punkte Rückstand auf den Zweiten Krenn.

Nach dem großen und schnellen Männerfeld ging es bei den jüngsten Startern um den Sieg in den Rennen der Schüler U11 und U13. Jüngster und auch kleinster auf dem Treppchen war Heiko Homrighausen aus Aachen, der sich riesig über seinen allerersten Sieg freute. Ihm gelang es, mit der maximalen Punktzahl die beiden Biberacher Isabell Seif und Michael Sommer auf die Plätze 2 und 3 zu verweisen.

Gleichzeitig waren die Schüler U13 auf dem 900-Meter-Rundkurs unterwegs. Hier teilten die beiden Biberacher Eric Süßmilch und Manuel Quentin das Schicksal ihrer Vereinskameraden in der U11. Beide mussten sich dem souveränen Lukas Steidten vom RSV Venusberg geschlagen geben, der keinen der Wertungspunkte vergab.

Bei den Schülern U15 wurden mit Spannung die Herpersdorfer Nachwuchsfahrer erwartet, die sich viel für das Heimrennen vorgenommen und auf dem Papier einen Podestplatz fast sicher hatten. Im strömenden Regen mussten sie sich dann aber Andreas Haderlein aus Altenkunstadt, Jonas Takacs aus Geißlingen und dem bayerischen Meister Sebastian Wittmann aus Weißenburg geschlagen geben. Der als Favorit gehandelte David Jaksch vom veranstaltenden RCH verpasste mit einem Punkt Rückstand als Vierter nur knapp das Podest. Seine Teamkollegen Dominik Bachmann, Jan Wälzlein und Tim Winkler folgten auf den Plätzen fünf, sechs und acht.

Bester Herpersdorfer in der Altersklasse Jugend U17 war Lukas Döttl aus Hersbruck als Zehnter. Das Jugendrennen wurde vor allem von Brian Takacs (Geißlingen) und David Jesse (Mannheim) dominiert. David Jesse belegt derzeit in der Rangliste des Bund Deutscher Radfahrer in seiner Altersklasse den zweiten Platz und war sichtlich enttäuscht, dass er nach der schnellen Hatz durch den Altdorfer Regen den Sieg um vier Punkte verpasst hatte.
Der Bote, 13. August 2007

 



Scharfe Konkurrenz über die 80 Runden

ALTDORF — Auch die vierte Austragung des „MARIN-Kirchweihkriteriums“ am Samstag verspricht ein echter Leckerbissen für die fränkischen Radsportfans zu werden. Ab 14 Uhr präsentiert der RC Herpersdorf ein umfangreiches Programm mit sechs Wettbewerben. Höhepunkt ist das Hauptrennen der Männer über 80 Runden mit zahlreichen Fahrern der bayerischen und deutschen Spitzenklasse. Rund sechs Stunden lang wird den Zuschauern an der bewährten 900 m-Runde mit Start und Ziel in der Unteren Brauhausstraße spannender Radsport geboten.

Der erste Startschuss das Tages fällt für die Fahrer des Hobby-Rennens, die 40 Runden (36 km) absolvieren. Daran kann jeder ab Jahrgang 1991 und älter teilnehmen. Wer selbst einmal Rennluft schnuppern möchte, braucht nur ein funktionstüchtiges Fahrrad sowie einen Helm. Nachmeldungen sind am Samstag bis 13.30 Uhr möglich.

Nach den Hobby-Radlern geht um 15.10 Uhr das große Feld der C-Amateure auf die Strecke. Über 70 Runden (63 km) kämpfen dabei rund 80 Jungamateure und viele routinierte Oldies um den Tagessieg. Erstmals wird danach in Altdorf auch ein Wettbewerb für die jüngsten Radsportler ausgetragen: Ab 16.50 Uhr sind ehrgeizige Jungs und Mädels der Klassen U11 und U13 gemeinsam am Start.

„Nachdem wir selbst intensive Jugendarbeit leisten, ist es selbstverständlich, dass wir auch den Jüngsten, die mit großer Begeisterung im Sattel sitzen, in Altdorf eine Startmöglichkeit bieten“, betont Norbert Gömmel, der Leiter der Herpersdorfer Radsportabteilung. Über 12 Runden (10,8 km) haben die „Asse von morgen“ reichlich Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Beim anschließenden Wettbewerb der Jugendklasse U15 ab 17.15 Uhr hofft man beim veranstaltenden RC Herpersdorf auf einen Heimsieg des talentierten Nachwuchsfahrers David Jaksch und auf gute Platzierungen seiner Teamkameraden Jan Wälzlein, Tim Winkler, Moritz Eberhardt und Dominik Bachmann. Schärfster Rivale der jungen Herpersdorfer Mannschaft dürfte über die 20 Runden (18 km) der bayerische Meister Sebastian Wittmann vom RC Germania Weißenburg sein.

Beim folgenden Rennen der U17-Klasse der Junioren, das um 17.50 Uhr beginnt, kämpfen die Herpersdorfer Jan Zwerina, Lukas Döttl und Dominik Thiel über 35 Runden (31,5 km) als Lokalmatadore gegen die starken Teams aus Landshut, Karbach, Weißenburg und Lauf.

Absoluter Höhepunkt des Renntages ist das gut besetzte Hauptrennen der Männerklassen KT/AB, zu dem um 18.45 Uhr Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer den Startschuss abgeben wird. Über 80 rasante Runden wird es für die Herpersdorfer Gastgeber Peter Dertinger, Timo Eckert, Markus Renner und Gregor Stieler, die in den letzten Wochen mit großartigen Leistungen aufhorchen ließen, sehr schwer werden, den Assen Paroli zu bieten. Das Continental-Team MILRAM, das im Vorjahr in Altdorf gleich mit drei Fahrern auf dem Treppchen stand, stellt auch diesmal die stärkste Mannschaft.

Topfavorit des Hauptrennens ist der Milram-Kapitän Christian Kux. Der vielseitige Chemnitzer, der schon als Junior drei DM-Titel auf der Bahn erkämpfte, gewann 2006 den Fürther Frühjahrs-Preis in Cadolzburg und die Gesamt-Wertung der U23-Bundesliga. Mit seinen Teamkameraden Grischa Janorschke, Jacob Fiedler und Holger Burkhadt will Christian Kux auch in Altdorf den Ton angeben.

Für die heiße Jagd um Punkte, Prämien und den Tagessieg haben sich jedoch auch die Teams des Dresdner SC (mit Uwe Hartmann), des VC-Regensburg (mit Josef Schafbauer), der RSC Wiesbaden (mit Christopher Schunk) und von Bayer-Landshut (mit Christian Langhans) viel vorgenommen, auch die ehrgeizigen Lokalmatadore Michael Walter und Stefan Titzkau vom Feuchter Radl-Express wollen ihr Können zeigen.

„Einen Platz auf dem Treppchen“ hat sich Christoph Schwerdt zum Ziel gesetzt. Der 24-jährige Schwabacher, der aus dem RC Herpersdorf hervorging und seit vier Jahren für das bayerische Top-Team „Mapei-Heizomat“ fährt, hat mit seinen Teamkameraden Jonas Schmeißer (Sonthofen) und Florian Völk (Fürstenfeldbruck) zwei starke Helfer an seiner Seite.
Der Bote, 10.08.2007



Ein Entwicklungssprung in wenigen Wochen

Der 15-jährige David Jaksch ist der Senkrechtstarter beim RC Herpersdorf

ALTDORF — Beim vierten „MARIN-Kirchweih-Kriterium“, das der RC Herpersdorf am Samstag ab 14 Uhr in Altdorf durchführt, sollen die fränkischen Radsportfans voll auf ihre Kosten kommen. Rund sechs Stunden lang herrscht auf der bewährten 900 m-Runde mit Start und Ziel in der Brauhaus-Straße Hochbetrieb.

In sechs Wettbewerben kämpfen rund 200 Fahrer in heißen Sprints um Wertungspunkte, zahlreiche Prämien und den Tagessieg. Mit Spannung erwartet wird gegen 17 Uhr das Rennen der Jugendklasse U15, bei dem die Lokalmatadore des RC Herpersdorf mit zum Kreis der Favoriten zählen. Vor allem dem Radsport-Neuling David Jaksch, der erst seit dieser Saison im Sattel sitzt, traut man beim RCH einen Sieg in seinem „Heimspiel“ zu.

Der 15-jährige Schüler, der derzeit als Bayerns größtes Nachwuchstalent gilt, ist mit seiner Prognose jedoch sehr vorsichtig: „Ich bin in Altdorf bisher noch nicht gefahren und ich kenne diese Runde noch nicht. Sicher sind auch viele starke Konkurrenten am Start“.

Norbert Preuß, der seit zwei Jahren beim RCH den Nachwuchs trainiert, gibt sich wesentlich optimistischer: „David ist ein absolutes Ausnahmetalent. Es ist fast unglaublich, wie er sich in den wenigen Wochen seiner Karriere bisher bereits entwickelt hat.“

Auch Norbert Gömmel, der Leiter der Herpersdorfer Radsportabteilung, ist stolz auf den viel versprechenden Youngster des Traditionsvereins: „David ist mit bisher fünf Saison-Siegen ein echter Senkrechtstarter. Ich traue ihm schon zu, dass er auch in Altdorf als Sieger auf das Treppchen steigt. Mit Dominik Bachmann, Moritz Eberhardt, Jan Wälzlein und Tim Winkler haben wir jedoch noch vier weitere, sehr talentierte und ehrgeizige Fahrer, die beim Rennen der U15-Schüler kräftig mitmischen können.“
Manfred Marr, Der Bote, 07. August 2007



Milram-Team beherrschte das Hauptrennen

ALTDORF — Die dritte Austragung des Kirchweih-Kriteriums begeisterte die fränkischen Radsportfans. Während der sechs spannenden Wettbewerbe kamen die Zuschauer bei idealem Rennwetter voll auf ihre Kosten. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Stadt Altdorf sorgte der RC Herpersdorf für den reibungslosen Ablauf einer gelungenen Großveranstaltung. Das Hauptrennen des Tages dominierte Erik Zabels MILRAM-Fohlenteam mit sieben Fahrern unter den ersten Zehn souverän.

Erfreulich groß war die Resonanz beim Hobby-Rennen über 18 Kilometer. Nach 20 schnellen Runden stieg der einstige Cross- und Mountainbike-Spezialist Michael Warnhofer (Burgthann) als verdienter Sieger auf das Treppchen. Warnhofer gewann vor Florian Imgrund aus Eckenhaid und Michael Dehler vom Team „Blue Essentials“.

Mit rund 80 Startern wurde das anschließende Rennen der C-Amateure zum ersten Höhepunkt des Tages. Bei leichtem Regen, der nicht lange anhielt, gab es mehrere Stürze, die jedoch alle glimpflich verliefen. Überragender Mann im großen Feld der C-Amateure war Florian Fischer vom RSV Götting-Bruckmühl, der nach 70 Runden verdient vor Thomas Schlereth aus München und dem großartig kämpfenden Thomas Steger (RV Union Nürnberg) gewann.

Ebenfalls sehr gute Leistungen zeigten die drei fränkischen Lokalmatadoren Markus Renner (RC Herpersdorf), Christian Schrot (RC Wendelstein) und Stefan Titschkau (Radl Express) auf den Plätzen vier bis sechs. Markus Renner, der sich eindrucksvoll die Schlusswertung holte, war sichtlich enttäuscht darüber, dass er nur knapp einen Platz auf dem Treppchen verfehlte. Der junge Herpersdorfer durfte sich jedoch damit trösten, dass er mit seinem vierten Rang den Aufstieg in die B-Klasse schaffte.

Bei den jüngsten Startern des Tages wurde der bayerische Meister Felix Fischer seiner Favoritenrolle gerecht. Der schnelle Schweinfurter gewann das Rennen der Schüler U15 über 18 Kilometer vor der Ansbacherin Melanie Wotsch, die wenig Respekt vor ihren männlichen Gegnern zeigte, und Nick Möller aus Altenkunstadt. Die Herpersdorfer Neulinge Dominik Bachmann, Tim Winkler und Moritz Eberhard, die noch Rennerfahrungen sammeln müssen, belegten die Plätze sieben bis neun.

Auch beim Wettbewerb der Jugendklasse U17 gab es einen sicheren Favoritensieg. Hier gewann Bastian Bürgel vom RV Concordia Karbach klar vor Fritz Jolas aus Magstadt und seinem Karbacher Vereinskameraden Daniel Schneider. Anna Bürgel, die Schwester des Siegers, die als einzige weibliche Teilnehmerin ins Rennen ging, belegte den zwölften Platz.

Von viel Beifall wurde der Wettbewerb der „Rollfiets“ begleitet, den der Altdorfer Arbeitskreis „Mobil mit Handikap“ zusammen mit dem RC Herpersdorf heuer erstmals durchführte. Die prominenten Piloten, die kräftig in die Pedale traten, waren dabei ebenso begeistert bei der Sache wie ihre behinderten Partner vom Wichernhaus Altdorf. Nach vier Runden stellte sich Falk Hoffmann mit seinen schnellen Piloten Ulrich Bollmann (Verleger des Boten) und Erika Schertel (bayerische Ex-Straßenmeisterin der Frauen) stolz den Fotografen.

Vor dem Hauptrennen der Männer zeigte man sich beim RC Herpersdorf zurecht enttäuscht darüber, dass die als Mitfavoriten angekündigten Berliner Fahrer um Ex-Weltmeister Guido Fulst kurzfristig abgesagt hatten. „Das ist ärgerlich und sehr schade, denn diese Jungs wären heute Mitfavoriten gewesen“, bedauerte Herpersdorfs Sportleiter Norbert Gömmel das Fehlen der prominenten Spree-Mannschaft. Ebenso schade war es, dass es beim einzigen Sturz des Hauptrennens gleich in der ersten Runde ausgerechnet Holger Burth erwischte. Der schnelle Allgäuer; ein gefürchteter und erfolgreicher Kriteriums-Spezialist, geriet in einer Kurve an das Hinterrad seines Vordermannes. Mit schmerzverzerrter Miene stieg er kurz darauf wieder eisern auf seine Maschine, doch in den Rennverlauf konnte der Pechvogel des Tages nicht mehr eingreifen.

Den bestimmten von der ersten Wertung an souverän die Männer im weiss-blauen Milram-Trikot. Mit sieben starken Fahrern hatten sie das gesamte Feld in jeder Rennsituation sicher im Griff. Abwechselnd holten sich die Milram-Cracks in den rasanten Wertungssprints die Punkte und Prämien. Die Vorentscheidung des Rennens fiel nach 41 Runden, als sich Andreas Schillinger und René Obst vom Feld absetzten. Vergeblich kämpften danach Holger Burkhardt, Tobias Riedel, Grischa Janorschke vom Team Mapei-Heizomat und Markus Hegel (Landshut) immer wieder um den Anschluss. Gut abgeschirmt vom Team Milram, bauten Schillinger und Obst gleichmäßig ihren Vorsprung aus und kassierten die Punkte.

Zwei Runden vor Schluss vollzog das Führungsduo die Überrundung des Feldes, in dem sich Patrick Keller (ebenfalls Team Milram) die doppelte Schlusswertung und damit noch Rang vier sicherte. Bestplatzierter bayerischer Fahrer war nach 80 rasanten Runden auf Rang acht der Schweinfurter Felix Wachter.

Der für das Team Mapei-Heizomat fahrende Herpersdorfer Christoph Schwerdt, der trotz enormen Einsatzes sichtlich enttäuscht Rang neun belegte, gestand im Ziel: „Gegen diese Übermacht des Milram-Teams war heute einfach nichts zu machen“. Trotzdem versprach Christoph Schwerdt, der zu Bayerns besten Straßenfahrern zählt, auch beim 4. Kirchweih-Kriterium im nächsten Jahr wieder zu starten: „Denn das ist eine herrliche Kulisse, eine optimale Strecke und eine perfekte Organisation“. Ein vorauseilendes Lob für die Stadt Altdorf und den RC Herpersdorf, die als gemeinsamer Veranstalter auch 2007 wieder für diesen radsportlichen Leckerbissen sorgen wollen.
Manfred Marr, Der Bote, 14. August 2006



Stefan Kink beherrschte die Sprints

ALTDORF — Ideales Rennwetter, guter Besuch und fünf interessante Wettbewerbe prägten beim „2. Kirchweih-Kriterium“ des RC Herpersdorf das Bild eines gelungenen Renntages. Fast sechs Stunden gab es für die fränkischen Radsport-Fans entlang der rasanten 900 m-Runde spannenden Sport zum Nulltarif. Im Hauptrennen über 80 Runden (72 km) dominierte der gebürtige Allgäuer Stefan Kink, der die heißen Wertungssprints ganz nach Belieben beherrschte.

Beim veranstaltenden RC Herpersdorf freute man sich über den Sieg des talentierten Nachwuchsfahrers Christopher Schunk, der das ebenfalls sehr gut besetzte Rennen der C-Amateure gewann. Überragend waren beim Wettbewerb der Junioren die Teilnehmer aus den neuen Bundesländern. Nach 45 Runden stand Martin Brand aus Gera als strahlender Sieger auf dem Treppchen.

Bereits nach den ersten Runden beim Rennen der C-Amateure zeigte sich, dass der sehr schnelle Kurs auch seine Tücken hat: Mehrfach kam es in den Kurven zu Stürzen, die jedoch alle glimpflich verliefen. Gute Technik, Mut und absolute Beherrschung der Rennmaschine waren gefragt, zumal fast 90 Fahrer am Start waren.

Zur Freude der fränkischen Fans mischten in den Kämpfen um die Wertungspunkte mit Christopher Schunk vom RC Herpersdorf und Sebastian Hofmann von der RSG Lauf zwei junge Lokalmatadore wacker ganz vorne mit. Der aus Neustadt bei Coburg stammende Schunk, der sich vor zwei Jahren dem RC Herpersdorf anschloss, hatte über 70 Runden die beste Kondition und holte sich unter verdientem Beifall seinen ersten Sieg als Amateur. Schunk verwies den Oberbayern Christian Hocheder vom SV Wacker Burghausen auf Rang zwei, während Sebastian Hofmann, ein sehr hoffnungsvolles Talent der RSG Lauf, als Dritter auf das Treppchen stieg.

Sehr wacker schlugen sich im großen Feld der C-Amateure auch Stefan Tritzschkau und Michael Walter vom Radl-Express Feucht auf den Plätzen zehn und zwölf. Norbert Gömmel, der sportliche Leiter des RC Herpersdorf, ließ es sich nicht nehmen, seine jungen Vereinskameraden im Rennen der C-Amateure im Sattel zu begleiten. Nach 73 Kilometern überraschte der einstige bayerische Meister, der ansonsten nur noch Trainingstouren fährt und sich um den Rennsport beim RCH kümmert, mit einem sehr guten 13. Platz.

Wesentlich größer als im Vorjahr war das Teilnehmerfeld der Hobby-Fahrer, die über 20 Runden (18 km) ihr Können zeigten. Die schnellsten Beine hatte hier Christian Prüfert aus Stein, der Jürgen Ölschlegel aus Odelshausen und Oliver Riese vom Team Babo auf die Plätze verwies. Herpersdorfs Schriftführer Michael Talheimer zeigte ebenfalls großen Einsatz und belegte den vierten Platz. „Es hat riesig Spaß gemacht“, erklärten die ehrgeizigen Hobby-Fahrer einstimmig und strahlend nach dem Rennen, das „ ruhig etwas länger sein dürfte“, wie einer der Freizeit-Cracks schmunzelnd anregte.

Sehr resolut gingen die Teilnehmer im Rennen der Junioren sofort nach dem Startschuss zur Sache. Bereits nach wenigen Runden, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 50 km/h gefahren wurden, zeigte sich deutlich, dass die Lokalmatadore gegen die schnellen Fahrer aus Gera eine Chance hatten. Mit vier Spitzenfahrern beherrschten die Gäste aus Nürnbergs Partnerstadt den gesamten Rennverlauf sicher. Mehrere Attacken, die der Herpersdorfer Christian Eckrich und der Nürnberger Holger Burkhardt starteten, wehrte das schnelle Quartett aus Gera immer wieder gekonnt ab. Nach 45 Runden gewann Martin Brand vom SSV Gera verdient vor Matthias Hesse aus Erfurt. Mit Christoph Mai und Daniel Schüler folgten zwei weitere Fahrer aus Gera auf den Plätzen drei und vier. Holger Burkhardt, der sichtlich enttäuscht war, kam als bester bayerischer Fahrer auf den siebten Rang.

Schon vor dem Start erhielten die mutigen Teilnehmer des beliebten Promi-Rennens viel Beifall. Nach fünf Runden, die mit „Volldampf“ gefahren wurden, gewann Sandra Fortunato vor Eberhard Tzscheuchner (beide Radl-Express) und Dr. Wolfgang Christl vom Altdorfer Ärztehaus. „Radfahren ist schon immer mein großes Hobby“, verriet die schnelle Siegerin, die seit Jahren regelmäßig an größeren Radtouren und RTF-Veranstaltungen teilnimmt. Der erste und der zweite Bürgermeister Altdorfs, Rainer Pohl und Erich Odörfer, die Seite an Seite ins Rennen gingen, hatten keine Sieg-Ambitionen: „Uns hat es jedoch sehr großen Spaß gemacht, und ich hoffe, wir sind im nächsten Jahr wieder dabei,“ versicherte Rainer Pohl.

Im Hauptrennen der A/B-Amateure bewies der spätere Sieger Stefan Kink (SV Wacker Burghausen) schon im ersten rasanten Wertungsspurt seine ausgezeichnete Form. Locker und mit klarem Vorsprung holte er sich die Punkte vor Felix Rohrbach (Landshut), Jens Hentschel (Bochum) und seinem Teamkameraden Tobias Erler. Bei insgesamt sieben der acht Wertungssprints punktete Kink kräftig mit — fünf Mal als Erster — womit er sich verdient den Gesamtsieg des Hauptrennens sicherte. Bei mehrfachen Attacken des bayerischen Auswahl-Teams „Mapei-Heizomat“ hatte Kink stets seinen Teamkameraden Tobias Erler an seiner Seite, der ebenso souverän die Konkurrenten bewachte und gemeinsam mit Kink alle Angriffe sicher abwehrte. Der Sieg von Stefan Kink stand dadurch bereits nach zwei Dritteln des Rennens fest.

Immer spannender wurde zugleich jedoch der Kampf um die folgenden Plätze. Hier hatte der Weißenburger Marco Nürminger (Mapei-Heizomat) die größten Reserven. Er sicherte sich verdient den Ehrenplatz. verwies Jens Hentschel und Sebastian Paddags knapp auf die weiteren Plätze. „Diese Strecke hier in Altdorf ist einfach super, so ganz nach meinem Geschmack“, freute sich Sieger Stefan Kink nach der Siegerehrung und versprach spontan: „Da möchte ich im nächsten Jahr wieder dabei sein!“

Das hofft man auch beim RC Herpersdorf und der Stadt Altdorf, die sich als gemeinsame Veranstalter der fünf Rennen optimal ergänzen: „ Wir möchten uns ganz herzlich bedanken bei der Stadt Altdorf und den vielen freiwilligen Helfern, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen“, betonte Helmut Reif, der Radsport-Abteilungsleiter des RC Herpersdorf. Georg Maul, der Leiter des Hauptamtes Wirtschaftsförderung, der mit viel Begeisterung die gemeinsame Organisation leitete, gab das Lob zurück: „Für uns in Altdorf sind diese herrlichen Radrennen ein absoluter sportlicher Höhepunkt. Sicher kann und muss man immer wieder etwas verändern oder verbessern, doch ich hoffe, dass diese Veranstaltung zu einer Tradition an unserem Kirchweih-Samstag wird.
Manfred Marr, Der Bote, 15. August 2005



Vielversprechend

„Für eine erste Austragung war das heute schon sehr beachtlich, ein sehr vielversprechender Anfang“, zog Norbert Gömmel vom RC Herpersdorf nach der gelungenen Großveranstaltung sein Fazit. Der einstige bayerische Meister ist zuversichtlich, das ein Kirchweih-Rennen in Altdorf zur alljährlichen Tradition werden kann: „Bei schönerem Wetter kommen mit Sicherheit viel mehr Zuschauer, denn die Rennstrecke im Herzen von Altdorf ist in jeder Hinsicht ideal.“ Gömmel hofft, dass die Stadt Altdorf im nächsten Jahr erneut zustimmt und hat einen weiteren Grund für seinen Optimismus: „Ideal wäre es, wenn wir dieses Rennen in Verbindung mit dem Sonntags-Kirchweihrennen in Weißenburg immer am gleichen Wochenende durchführen könnten. Dadurch wäre das Wochenende mit zwei Starts für viele auswärtige Fahrer noch interessanter.“ Keine Änderungen will Gömmel an der altdorfer Rennstrecke vornehmen: „Diese Runde ist goldrichtig, das haben mir viele Fahrer bestätigt. Dass es heute hier viele Stürze gab, lag lediglich am Dauerregen, das ist bei solch schnellen Rennen völlig normal.“ M.M.
Der Bote, 16.08. 2004



Radsportpremiere wurde eine Regenschlacht

Der Chemnitzer Sven Mehner gewann mit hauchdünnem Vorsprung das Hauptrennen in Altdorf

Altdorf – „Trotz des anhaltenden Regens ist die Radsportpremiere des Altdorfer Kirchweihrennens gut gelungen“, freute sich Norbert Gömmel vom veranstaltenden RC Herpersdorf. Rund sechs stunden wurde in sechs Wettbewerben auf der 900 m-Runde mit Start und Ziel in der Unteren Brauhausstraße spannender Radsport geboten. Das Hauptrennen der Männer endete nach 70 Runden (63 Kilometer) mit einem knappen Punktsieg des Chemnitzers Sven Mehner vor André Kalfak (Berlin) und Tobias Erler vom SV Wacker Bruckmühl.

Angenehm überrascht war man beim RC Herpersdorf, als sich zum Auftakt der gut organisierten Veranstaltung beim Hobby-Rennen 22 Starter einfanden. Nach 15 schnellen Runden gewann der Nürnberger Dr. Hans Dehler verdient vor Michael Reif vom RC Herpersdorf und dem Altdorfer Matthias Reitenspieß. stolz stieg das Siegertrio auf das Treppchen und erklärte einstimmig: „Das hat richtig Spaß gemacht“.

Anschließend kämpften die jüngsten Starter des Tages, die Schüler U15 über 25 Runden mit viel Ehrgeiz um Punkte und Prämien. Zum eigenen Leidwesen und dem des Veranstalters fehlte hie die deutsche Meisterin Lisa Weissenseel, die bei der Anreise aus Kitzingen im Stau bei Nürnberg stecken geblieben war. Überragend war der Nachwuchs aus Erfurt, der nach 37:27 Minuten mit Julian Schorch und Tino Marold einen sicheren Doppelsieg feierte.

Hanna Amend, die deutsche Ex-Meisterin aus Werneck, die wie immer mit großem Ehrgeiz kämpfte und viel Beifall erhielt, erklärte als Dritte auf dem Treppchen: „Mehr war für mich gegen die Jungs heute leider nicht drin.“

Auch bei den Fahrern der U19-Junioren gingen die ersten Plätze an auswärtige Gäste. Nach 45 Runden (40,5 Kilometer) ließ sich Christoph Hench vom TV Miltenberg den sieg nicht nehmen. Hench verwies die beiden Oberfranken Christian Hartan und Norman Weichel sicher auf die Ehrenplätze. Bester mittelfränkischer Teilnehmer des schnellen Rennens war auf Rang fünf Thomas Steger vom RV Union Nürnberg.

Größter Pechvogel des Tages war im Wettbewerb der Jugendklasse U17 Florenz Knauer. Der Topfavorit aus Strullendorf stürzte – nach Punkten führend – noch in der letzten Runde. Gemäß Reglement – das bei Sturz eine Rundenvergütung vorsah – kam Knauer zwar in der Gesamtwertung des Rennens trotzdem noch auf den zweiten Platz, doch der ehrgeizige Allrounder war sichtlich enttäuscht: „Gerade heute lief es bei mir so richtig gut.“ Statt zur Siegerehrung musste sich Knauer zunächst zu den freiwilligen Helfern des BRK-Altdorf begeben, die seine zahlreichen Schürfwunden fachgerecht versorgten. Als Sieger der Klasse U17 stand deshalb nicht allzu glücklich Lars Sparmann aus Gera auf dem Treppche, der bedauerte: „So wollte ich ja eigentlich nicht gewinnen.“ Die Plätze drei bis sechs gingen an die schnellen Nachwuchsfahrer des Bike-Sport Ansbach, die diesmal ihre Erzrivalen aus Strullendorf klar distanzierten.

Mit viel Beifall bedacht wurden die wackeren Teilnehmer des Prominenten-Rennens, die sich vom Dauerregen ebenfalls nicht schrecken ließen. enttäuscht waren viele der Zuschauer allerdings davon, dass die für das Promi-Rennen angekündigten Ex-Meister des RC Herpersdorf nicht erschienen.

Organisationschef Hansjoachim Dressel erklärte entschuldigend: „Ex-Weltmeister Horst Gnas und Willi Renn sind seit Freitag im Krankenhaus, sie wären sicher lieber hier gefahren.“

Unentschuldigt fehlten Willi Fuggerer und Roland Renn, während Werner Löw, der einst sieben DM-Titel erkämpfte, zwar anwesend war, doch offensichtlich ohne „sein Team“ nicht gegen die starken Altdorfer antreten wollte. Die schnellsten Beine hatte im Promi-Rennen über fünf Runden Suspa-Werksleiter Martin Fischer, der sich schon in der ersten Runde mit Notar Jens Kirchner klar von den übrigen Startern absetzte, die alle eisern ihre Runden absolvierten.

Wegen des Regens verkürzte die Jury die Distanz des Hauptrennens der Männer von 80 auf 70 Runden. „Das reicht bei diesen schweren Bedingungen“, kommentierte Ex-Meister Bert Stern, der als versierter Sprecher des Renntages fungierte. Die Fahrer bedankten sich dafür sofort nach dem Start mit rasantem Tempo und pakenden Kämpfen um Punkte und Prämien. ab der zehnten Runde zeigte sich Sven Mehner als souveräner Sprinter, der in den folgenden Punktwertungen klar die Führung übernahm. Auch als nach 35 Runden der Berliner andré Klafak attackierte, war Mehner wachsam und zog sofort mit.

Das schnelle Duo Kalfak/Mehner stürmte dem Feld unaufhaltsam davon und kassierte dabei den Löwenanteil an Prämien und viele Wertungspunkte. Den Schlussspurt mit doppelter Punktwertung gewann zwar André Kalfak, doch insgesamt siegte mit 25 Zählern knapp der taktisch klug fahrende Sven Mehner vor Kalfak, der 24 Punkte erkämpfte. „Das war ein ganz tolles Rennen trotz des Regens, vor allem die die Strecke hier in Altdorf finde ich klasse, die verlangt den Fahrern viel ab“, lobte der strahlende Sieger Sven Mehner, der spontan versprach: „Da komme ich im nächsten Jahr gerne wieder.“

Weniger glücklich waren die fränkischen asse, die den entscheidenden Vorstoß verpasst hatten. Sebastian Körber von der RSG Nürnberg kämpfte danach ebenso vergeblich wie Christoph Schwerdt vom RC Herpersdorf um den Anschluss zur Spitze. Hinter dem clever agierenden Bruckmühler Tobias Erler erreichten Körber und chwerdt etwas enttäuscht nur die Plätze vier und fünf. Manfred Marr
Der Bote, 16.08.2004



Radrennen genehmigt

Einstimmig genehmigte der Kulturausschuss die Durchführung eines Radrennens am Kirchweihsamstag. Die Strecke wird durch die Untere Brauhausstraße, Neumarkter Straße, Schießhausstraße, Lederersmühle und Brauhausstraße führen. Organisator ist der RC Herpersdorf.
Der Bote 13.02.2004


zeta producer - Content Management einfacher als Sie denken!